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Dr. Jochen Blöse
Gewinnausschüttungen einer GmbH – Unter besonderer Berücksichtigung des Minderheitenschutzes
Die Grenzen der Voll-Thesaurierung
Für den Gesellschafter einer gewerblich tätigen Gesellschaft ist die Frage, ob und in welchem Umfang er am wirtschaftlichen
Erfolg der Unternehmung teilhat, regelmäßig eines der zentralen Themen. Die Beantwortung vollzieht sich häufig
in einem Spannungsfeld, das nicht nur durch die Gewinnansprüche der Mitgesellschafter, sondern auch durch den Kapitalbedarf
der Gesellschaft selbst entsteht. Gibt es in der Gesellschaft mitarbeitende Gesellschafter, insbesondere als
Geschäftsführer, kann ein Konfliktfeld darin liegen, dass diese über das bezogene Gehalt Einkünfte erzielen, die das Interesse
und den Bedarf an Ausschüttungen reduzieren, sodass die Neigung entstehen kann, eher auf eine Thesaurierung
hinzuwirken. Allerdings sind einer dauerhaften (Voll-)Thesaurierung und damit dem ebenso dauerhaften Ausschluss von
Gesellschaftern an der liquiditätswirksamen Teilhabe am Gesellschaftserfolg Grenzen gesetzt.
Überblick:
1. Der Gewinnanspruch des Gesellschafters
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